Sie setzte sich auf einen Stuhl,
Die neben ihr sind frei,
Denn manchmal mochte sie es alleine zu sein,
Weil wichtig war, dass sie einen Platz einnimmt,
Wo der ist, ist egal
Hauptsache sie ist wach,
Denn in ihren Augen klebt seit Jahren Schlaf,
Kratzen, Kratzen, reiben, reiben,
Wichtig ist das Bewusstsein,
Das da bleiben,
Wo auch immer da grad ist,
Ihr Blick ist verschleiert und ihre Gedanken sind müde,
Es gibt grad kein richtig und falsch
Nur das trübe Bild vom Bordstein betrachtet,
Was langsam an ihr vorbei zieht,
Wo bin ich grad, was mach ich hier
Und wie kam ich hier her
Den eigenen Weg zurück zu verfolgen ist oft schwer
Viel schwerer als einen neuen zu sehen,
Denn neues kann nur echt aus altem entstehen,
Also was passiert um mich herum und wer ist da,
Was ist sonder und was wunderbar,
Doch vor allem was ist wahr

Kann ich dir richtig in die Augen sehen oder erkenne ich nur Umrisse,
Und die größte frage merkst du das ?
Kannst du meine Seifenblase sehen und wenn ja, hast du ne Nadel dabei,
Ein Stich und ich bin frei,
Eine Berührung und ich bin da
Doch was nicht da ist, ist auch nicht berührbar

 

DG