Tanz auf deinen Träumen herum

Die Maske, die zum Gesicht wird.

Wenn ich sie nur abziehen könnte. Doch sie ist mit meiner Haut verwachsen.

– LL

Und er dreht seine Pirouetten, rund herum, im Kreis herum. Er dreht und dreht, mit ausgestrecktem Bein – der Tänzer, der Träumer. Ob nun klein und fein, oder groß und grob – er tanzt, er dreht, im Kreis herum; er dreht, er winkt, entgegengesetzt – das Gewebe der Träume, hemmungslos zerfetzt.

Der Traumtänzer, auf dem Boden aus Glas, Reflektieren der Bewegung, Bestreben nach Reden und Sagen. Wagen.

Ertragen?

 

Mondschein und Sonnenlicht, Sternenglanz und Neumondfunkeln. Alles lacht, ewiges Schmunzeln, und sickert in das Sein hinein.

 

Das Problem bei Tagträumen

Ist, dass du dir etwas Unwahrscheinliches, Unerwartetes, Unmögliches vorstellst.

Doch sobald du es dir vorgestellt hast, ist es nicht mehr unwahrscheinlich, unerwartet, unmöglich,

Und es wird nicht mehr passieren.

Denn Zufall ist meist unerwartet,

Und das Leben ist ein einziger Zufall,

Doch etwas Erwartetes ist kein Zufall mehr

Also wird es nicht mehr geschehen.

Und so

Stellst du dir die schönsten Dinge vor

Was wäre wenn

Und für einen kurzen Augenblick

Ist die Welt ein Stückchen heller

Aber auch nur kurz

Denn dann fällt dir ein

Dass es nie passieren wird

Jetzt wo es kein Zufall mehr wäre.

 

Das Lied des Tanzes erhellt den Raum, erreicht die Herzen, wandelt den Traum. Das Lied vibriert, das Lied geht tief; das Lied zersplittert den Boden aus Glas.Und mit jedem Ton zerbricht das Herz mehr. Die Scherben zerschellen beim Aufprall mit dem Boden aus Glas.

Das Glas zerspringt mit jedem Bruchstück mehr. Und der Tänzer tanzt, in diesem Meer, der Tänzer reckt sich, der Tänzer streckt sich, seine Beine in die Höh‘, und eine Hand zu dir.

Sie wird zerschnitten von den herabfallenden Scherben.

Das Blut ergießt sich in Tropfen auf den Grund. Sickert in alle Risse. Das Eis schmilzt inmitten der Wärme und Frost zieht sich über die Lücken.

Der Tänzer tanzt, auf den Scherben, noch immer. Resignation quillt über die Tore seiner Seele. Das Wasser spült alle Träume und Hoffnungen weg –

Und der Tänzer tanzt.

 

Die Realität ist einfacher zu ertragen

Wenn man sich in Tagträumen verliert

Denn dort scheint sie einen nicht zu plagen,

Die gähnende Unwissenheit, die die Wirklichkeit regiert.

 

Der Traumtänzer, auf dem Boden aus Glas, Reflektieren der Bewegung, Bestreben nach Reden und Sagen. Wagen.

Ertragen?